Verfasst von: A&H | 31.08.2013

Kurzaufenthalt im Raum St. Gallen

Aufenthalt in St. Gallen (CH) (Freitag, 30.8. bis Donnerstag, 5.9.2013)
Wetter: mehrheitlich schön und trocken

Höhepunkt unseres Kurzaufenthalts im Raum St. Gallen ist ein Openair Konzert des Symphonieorchesters St. Gallen auf der Wiese vor der Tonhalle. Es ist das 13. Klassik-Openair der Stadt und zugleich das Saison-Eröffnungskonzert mit Werken von Johan Wagenaar, Alexander Borodin und Antonín Dvořák. Einen besonderen Leckerbissen bietet das Alphorn-Konzert von “Daniel Schnyder” mit dem russischen Musiker “Arkadi Shilkloper” als Alphorn Solist. Der milde Abend und vielleicht auch der freie Eintritt locken eine grosse Menge Zuschauer an. Dank meinem Bruder und seiner Frau gelingt es uns trotz Verspätung ziemlich weit vorne in der Mitte zwei Sitzplätze zu ergattern.
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Just mitten in diesem Konzert für Alphorn und Orchester fängt es zu regnen an. Fast das ganze Orchester verlässt fluchtartig die Bühne, um ihre Instrumente vor der Nässe in Sicherheit zu bringen. Nur der Aplhornbläser hält durch und begeistert das zahlreiche Publikum mit einem Dauersolo von unglaublicher Länge ohne abzusetzen. Ein frenetischer Applaus ist ihm sicher. Ein paar Minuten später hört der Regen auf, so dass das Konzert fortgesetzt werden kann.
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Die wenigen Fotos haben wir mit dem neuen “iPhone 4S” geschossen. Bei dieser kontrastreichen Beleuchtung stösst das smarte Phone trotz HDR-Technologie eindeutig an seine Grenzen ;-) Dies zeigt, dass eine einfache Linse, wie sie in Smartphones und dergleichen eingebaut sind niemals eine echte Digitalkamera ersetzen kann. Dafür haben wir normalerweise unsere Panasonic Lumix FZ-45 dabei :-)

Demnächst werden wir mit dem BLOG-Anbieter unserer Wahl, “WORDPRESS”, ein neues “Reisetagebuch 9” ins WEB setzen und dort unsere Reiseberichterstattung weiterführen. Die Beiträge unserer wöchigen “Tour de Suisse” und anschliessenden Reise nach Südspanien werden wir also bereits im neuen BLOG publizieren.

Mit diesem Beitrag endet unser “Reisetagebuch 8“, nicht aber unsere Reiseberichterstattung ;-) Wir danken allen unseren Leserinnen und Lesern an dieser Stelle für ihre Treue und Ausdauer und hoffen, sie auch im neuen BLOG wieder zu den an unseren Reiseberichten Interessierten zählen zu dürfen.

Bis bald… / Hasta leugo… im neuen “Reisetagebuch 9“.

Anita und Heinz
(the travelling webmasters)

Verfasst von: A&H | 28.08.2013

Rückreise in die Schweiz

Saaler Bodden – Autohof Mellendorf bei Hannover (D) (Mittwoch, 28.8.2013)
Wetter: sehr schön, bewölkt / Temp.: 16 – 24 Grad

Für unsere Heimfahrt in Richtung Süden haben wir selbstverständlich wieder Rückenwind geordert und auch erhalten ;-) Der Dieselverbrauch ist bei solch’ optimalen Windverhältnissen mit 13 Litern pro 100 km für ein 6-Tonnenreisemobil mit Alkoven angenehm niedrig. Ohne disziplinierte Fahrweise (max. 85 km/h) lässt sich ein solcher Wert allerdings kaum erreichen.

Ohne nennenswerte Staus kommen wir gut voran. Bereits am frühen Nachmittag treffen wir an unserem Etappenziel ein und finden auf dem riesigen Parkplatz des “Autohofs Mellendorf” ein schönes Plätzchen für unseren “Elchi”. Gegessen wird bequem im Autohof-Restaurant. Dafür fallen keine Stellplatzgebühren an ;-) Zahlreiche WCs, Waschbecken, Duschen und eine Waschmaschine mit Tumbler lassen bei den Einrichtungen keine Wünsche offen.
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Foto des Tages: Wetterstein, eine etwas andere Wetterstation ;-)
Zur Vergrösserung des Fotos einfach draufklicken…
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Autohof MellendorfPforzheimBad Liebenzell (D) (Donnerstag, 29.8.2013)
Wetter: sehr schön / Temp.: 9 – 26 Grad

Der wolkenlose Himmel hat in der Nacht zu einer massiven Abkühlung auf nur mehr 9 Grad geführt. Nichtsdestotrotz werden wir im Laufe des Tages noch sommerliche 26 Grad erreichen. Wir haben heute einen weiten Weg vor uns und stehen beizeiten auf. Das preiswerte Frühstück im Restaurant schmeckt ausgezeichnet und die Bedienung ist selbst am frühen Morgen ausgesprochen freundlich. Kurz vor sieben Uhr machen wir uns auf den Weg zu unserem nächsten Zwischenziel, dem Surfshop Keppler in “Pforzheim”, um dort ein Surfbrett abzuholen.
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Über den Feldern und Wiesen liegt noch Bodennebel, als wir auf der Autobahn A7 losbrausen.
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Auf der Gegenseite der 3-spurigen Autobahn gibt es infolge eines Auffahrunfalls eines LKWs und der herrschenden “Rush-hour” innert kurzer Zeit einen gewaltigen Stau. Wir haben dagegen Glück und kommen staulos an unserem Tagesziel an.
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Sogar die Fahrt quer durch “Würzburg”, anstelle der Ringautobahn, geht staulos vonstatten.
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Das neue Surfbrett, “Tabou S3″, welches mein betagtes, 12-jähriges “Naish-Board” ablösen soll, wartet dort schon auf mich ;-) Hauptgrund für den Neukauf ist indessen nicht das Alter, sondern eine partielle Ablösung des Unterschiff-Laminats, wodurch mittlerweile eine grossflächige Beule entstanden ist. Für einen Bastler wäre das Brett wahrscheinlich noch zu reparieren. Immerhin gehört das Naish Freeride 8’6″, 85 Liter, mit seiner Wendigkeit und den exzellenten Gleit- und Halsen-Eigenschaften zu den besten seiner Klasse. Es war mein bisher liebstes Freeride-Brett und ich hoffe mit dem Nachfolger “Tabou S3″ die richtige Wahl getroffen zu haben. Wir werden sehen… :-)

Wegen einer ungeplanten Umleitung treffen wir erst gegen drei Uhr beim Surfshop Keppler in “Pforzheim” ein und nehmen das neue Prachtstück in Empfang. Vorübergehend werden wir sechs Bretter auf dem Dach transportieren. Das nun überzählige Naish-Board werden wir am “Mar Menor” günstig zum Verkauf anbieten, denn surfen kann man das Brett nach wie vor.

Anschliessend verschieben wir uns zum angepeilten Campingplatz “Regenbogen Camp” in “Bad Liebenzell”. Unser neues Garmin-Navi führt uns wieder mal über eine beunruhigend schmale Nebenstrasse ans Ziel, obwohl wir die Auswahl “Kürzere Zeit” gewählt haben, aber dies ist eine Krankheit aller uns bisher bekannten Navigationsgeräte. Jedenfalls erinnert uns dieser Abstecher lebhaft an unsere kürzlichen Erlebnisse in Südengland ;-)

Der Campingplatz am Fluss “Nagold” ist nur mässig belegt. So haben wir keine Platzprobleme und erhalten eine schöne Parzelle.
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Endlich verfügen wir wieder über genügend Duschen, WCs und dergleichen. Besonders wichtig: Endlich können wir in der Waschmaschine mit Tumbler einen ersten Stapel Wäsche waschen. Auch ein kostenpflichtiges WLAN sowie ein kleines Restaurant, zwei Tennisplätze und ein Freibad sind vorhanden. Da wir unseren Vodafone USB-Stick besitzen, kommen wir ohne WLAN aus.

Bad Liebenzell (D) – St. Gallen (CH) (Freitag, 30.8.2013)
Wetter: bewölkt, sehr schön / Temp.: 9 – 24 Grad

Die letzten 200 Kilometer bis nach Hause verlaufen ohne Probleme. Wieder einmal verbringen wir ein paar Tage im Raume St. Gallen, um unsere Pendenzenliste abzuarbeiten und uns für die nächste längere Reise vorzubereiten. Bis auf eine Kaltfront, die uns am Sonntag überqueren und für etwas Regen und vor allem für eine spürbare Abkühlung sorgen wird, bleibt uns das schöne Wetter voraussichtlich während unseres ganzen Aufenthalts in der Schweiz erhalten. Während dieser Zeit fallen unsere Reisetagebuch-Berichte aus. Ab 5. September starten wir zunächst eine kleine “Tour de Suisse”, um anschliessend nach Südspanien weiterzureisen.

Bis bald… Hasta luego…

Verfasst von: A&H | 24.08.2013

Aufenthalt am Saaler Bodden V

Windsurfen am Saaler Bodden (D) (Samstag, 24.8.2013)
Wetter: bewölkt, sehr schön / Temp.: 13 – 21 Grad / Wind: 3 – 4 Bf. (O)

Ein fast stationäres Hochdruckgebiet über Südschweden sorgt auch bei uns für konstant schönes Wetter, wogegen bei uns zuhause für die nächsten fünf Tage regnerisches Wetter angesagt ist. Wir befinden uns einmal mehr in der richtigen Ecke Europas ;-) Wie es aussieht, werden wir just bei unserer Anreise in die Schweiz dort wieder schönes Wetter bekommen. Das geflügelte Wort, “wenn Engel reisen, lacht der Himmel”, bewahrheitet sich einmal mehr ;-)

Leider weht der Wind auch heute aus zu südöstlicher Richtung, das heisst zu ablandig. Die Windabdeckungen durch Agglomerationen, Alleen und Wäldern ist in diesem Revier zu gross, um Surfspass aufkommen zu lassen. Etwas Positives bringt der Ostwind gleichwohl: Der Wasserstand bewegt sich wieder im grünen Bereich, weil der “Saaler Bodden” durch den Ostwind allmählich wieder mit Meerwasser aufgefüllt wird. Der niedrige Wasserstand war bei dem mehrtägigen, kräftigen Westwind zu einem echten Problem für uns Windsurfer geworden. Manch einer musste um seine Finne bangen, obwohl in diesem Revier die Meisten Seegrasfinnen mit geringem Tiefgang verwenden.

So lassen wir das Windsurfen vorerst sein und fahren mit dem Roller fürs Mittagessen zum Restaurant “Zur alten Schmiede” nach “Hessenburg”. Das Lokal hat ab 12 Uhr geöffnet und bietet mit seiner Direktive für “Slow Food” Speisen nach unserem Gusto an.
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Am Nachmittag unternehme ich trotz unbeständigen, ablandigen Windes einen Windsurfversuch. Dass ich volle drei Stunden auf dem Wasser bleiben würde, war am Anfang nicht abzusehen. Doch der Wind wird immer konstanter und pendelt sich auf 3 bis 4 Beauforts ein. Ich bin immerhin zirka 75% am Gleiten und habe eine Menge Spass. Wer hätte das gedacht? :-)

Windsurfen am Saaler Bodden (D) (Sonntag, 25.8.2013)
Wetter: leicht bewölkt, sehr schön / Temp.: 16 – 23 Grad / Wind: 3 – 5 Bf. (O)

Ein wolkenloser Himmel wölbt sich über dem “Saaler Bodden”. Die inzwischen 12-tätige Schönwetterphase setzt sich fort. Ein herrlicher Spätsommertag erwartet uns auch heute, und dazu weht wieder ein Ostwind mit 3 bis 5 Beauforts. Derweil regnet es im Süden Deutschlands, in Österreich und in der Schweiz ergiebig, wie die Regenradarkarte anschaulich zeigt.
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Der Nachmittag gehört dem Windsurfen. Die Windstärke liegt sogar noch etwas über der Gestrigen, so dass ich mit meinem 7.2 m2 Segel zeitweise an der Grenze bin. Vor allem hinter der Fahrrinne auf der Nordseite des “Saaler Bodden” weht der Wind relativ konstant. So können wir locker den ganzen “Bodden” überqueren und vor dem Campingplatz “Born” unsere Halsen drehen. Nach zwei Stunden Gleitspass ist es an der Zeit für eine Cafépause ;-)
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Auch Peter hatte heute seinen Spass, wenngleich er ab und zu das falsche Segel erwischt hat ;-)
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Am späteren Nachmittag wird der Ostwind noch kräftiger und weht nun bis an unser Ufer. Ein erfolgreicher Surftag am “Saaler Bodden” geht zu Ende.
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Foto des Tages: Panorama Saaler Bodden
Zur Vergrösserung des Panoramas einfach draufklicken…
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Windsurfen am Saaler Bodden (D) (Montag, 26.8.2013)
Wetter: sehr schön / Temp.: 15 – 22 Grad / Wind: 4 – 5 Bf. (O)

Unser Kühlschrank ist gähnend leer und bedarf dringend des Nachschubs. So fahren wir heute Morgen zum letzten Mal vor unserer Abreise in unsere Lieblingsstadt “Ribnitz” zu unserem Lieblings-Bäcker “Junge” und geniessen dort unseren Lieblings-Cappuccino mit den köstlichen französischen “Croissants”. Nachher kaufen wir bei unserem Lieblings-Supermarkt “Famila” ein, der in seiner umfangreichen Käsetheke sogar mehrere Schweizerkäse anbietet :-)
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Der Nachmittag gilt dem Windsurfen. Bei Ostwind, der mit konstanten 4 Beauforts über den “Saaler Bodden” weht, vergnüge ich mich beinahe vier Stunden auf dem Wasser. Allerdings muss ich mich dazu auf die nördliche Seehälfte bemühen, denn auf unserer Seeseite bläst aus dieser Richtung infolge Windabdeckungen lediglich ein unbeständiger, böiger Wind. Anita entschliesst sich trotzdem in Ufernähe zu bleiben und hofft, dass der Wind auch bei uns stabiler wird. Doch leider ist dies erst am späten Nachmittag der Fall, so dass für Anita nur Surffrust übrig bleibt.

Morgen ist unser Packtag, denn übermorgen werden wir in Richtung Schweiz aufbrechen. Einmal mehr machen wir alles richtig. Die Windphase geht hier nämlich ab Dienstag vorläufig zu Ende. Erst für nächstes Wochenende ist wieder Startwind vorhergesagt. Das schöne Wetter nehmen wir gleich mit in die Schweiz, denn ab nächstem Wochenende wird es hier im Norden Deutschlands, falls die Meteorologen Recht behalten, regnen und bei uns schönes Wetter herrschen ;-)

Fotos des Tages: Eine fette Made…—…Schade ;-)
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Das Gedicht “Die Made” von Heinz Erhardt soll die prekäre Lage der Made etwas verdeutlichen:

Hinter eines Baumes Rinde
wohnt die Made mit dem Kinde.
Sie ist Witwe, denn der Gatte,
den sie hatte, fiel vom Blatte.
Diente so auf diese Weise
einer Ameise als Speise.

Eines Morgens sprach die Made:
“Liebes Kind, ich sehe grade,
drüben gibt es frischen Kohl,
den ich hol’. So leb denn wohl.
Halt! Noch eins, denk, was geschah,
geh nicht aus, denk an Papa!”

Also sprach sie und entwich. —
Made junior jedoch schlich
hinterdrein, und das war schlecht,
denn schon kam ein bunter Specht
und verschlang die kleine fade
Made ohne Gnade. — Schade.

Hinter eines Baumes Rinde
ruft die Made nach dem Kinde.

Camping am Saaler Bodden (D) (Dienstag, 27.8.2013)
Wetter: sehr schön, bewölkt / Temp.: 14 – 23 Grad / Wind: 1 – 3 Bf. (O)

Heute ist unser Pack- und Reisevorbereitungstag und zugleich unser letzter Tag am “Saaler Bodden”. Die Reiseplanung für unsere Fahrt in die Schweiz ist bereits abgeschlossen. Eigentlich gilt es nur noch die Segel und Bretter aufzuladen, die Campingküche zu verstauen, die Fahrräder und den Roller aufzuladen sowie das Grauwasser abzulassen. Dann sind wir reisefertig. Am frühen Nachmittag sind wir mit den Aufräum- und Ladearbeiten fertig und können uns dem “Dolce far niente” widmen ;-) Dazu fahren wir mit dem Roller für einen Café nach “Bodstedt” zum Restaurant “Am Alten Hafen”.
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Wir hatten eine tolle Zeit am “Saaler Bodden”. Dazu beigetragen hat, wie immer, das mehrheitlich schöne Wetter. Von den 31 Tagen unserer Anwesenheit, hatten wir lediglich an 9 Tagen etwas Regen oder ein Gewitter zu verzeichnen. Total verregnete Tage gab es gar keine. Da in den letzten zwei Wochen nur noch schönes Wetter herrschte, ist auch unser Gesamtwettereindruck ohnehin der Beste :-)

Auch surferisch sind wir durchaus zufrieden, obwohl wir uns etwas mehr Starkwindtage erhofft hatten. Sichere Windreviere gibt es auf der Erde nur wenige und selbst dort kann es passieren, dass man ein paar Wochen in der Flaute steckt. Da wir quasi auf dem Sprung ans “Mar Menor” stehen, kümmert uns dies weniger. Schliesslich haben wir wieder ein halbes Jahr Windsurfen vor uns ;-)

Fotos des Tages: Abschied vom “Saaler Bodden”
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